Zeugnisse

Das erste Schulhalbjahr geht zu Ende. Wie sich die Kinder unserer Freunde auf die Ferien freuen. Aber vorher gibt’s noch Zeugnisse. Laut dem Wörterbuch von Duden bedeutet das Wort Zeugnis: „eine Urkunde, die die Bewertung der Leistungen von Schülern enthält“.

Zeugnisse bewerten also die Leistung, die jemand vollbringt und nicht die ganze Person. Ein Zeugnis ist erstmal ’ne Rückmeldung für Eltern und Schüler. Im besten Fall eine faire, hilfreiche Rückmeldung.
Gott schreibt den Menschen übrigens auch ein Zeugnis, gibt ihnen eine Rückmeldung. Manchmal steht dort: „Bläh dich nicht so auf. Du bist auch ein Mensch, der Schwächen hat und Fehler macht.“ Ein anderes Mal ist zu lesen: „Mach dich nicht so klein. Du bist auch ein Mensch, der Stärken hat und Dinge richtig macht!“ Was auch immer Sie in Ihrem Zeugnis von Gott lesen – der letzte Satz ist in jedem Zeugnis gleich: „Ich höre nicht auf, dich zu lieben. Dein Schöpfer“ (Jeremia 31,3)

Claudia Müller, Evangelische Kirche





Schöpfung bewahren

Von Claudia Müller

Manchmal habe ich keine Lust mehr, etwas anders zu machen als die Masse. Diesen Tropfen auf den heißen Stein bemerkt doch keiner, denke ich, wenn ich mein ungebleichtes Klopapier in den Einkaufswagen lege und zum Biowaschmittel greife. Ist das nicht vor allem teuer und nutzt am Ende nur der Öko-Industrie? Klar, mein Auftrag als Christ heißt: Die Schöpfung bebauen und bewahren. Aber meine Möglichkeiten scheinen so begrenzt.
Manchmal mag ich nicht mehr. Als ich das letzte mal kurz davor war, doch lieber meinen Geldbeutel zu schonen, belehrten mich die Überschwemmungen durch Unwetter eines besseren. Und ob die Ökosyteme dieser Erde schützenswert sind! Sie sind so zerbrechlich.
Nebenbei haben die Wassermassen mir gezeigt: Viele kleine Tropfen ergeben zusammen einen kraftvollen Strom. Das gilt auch beim Einkaufen. Schöpfung bewahren? Auf jeden Fall.


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