Wegweiser zum Glück

Kirchtürme können manchmal nervig sein, wenn die Glocken ohne Ende läuten. Gab ja auch schon massive Proteste. Ganz andere Erfahrungen mit Kirchtürmen hat ein junger Mann gemacht.
Andacht von Pfarrer Heiko Bräuning

Foto: privat

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Schöpfung bewahren

Von Claudia Müller

Manchmal habe ich keine Lust mehr, etwas anders zu machen als die Masse. Diesen Tropfen auf den heißen Stein bemerkt doch keiner, denke ich, wenn ich mein ungebleichtes Klopapier in den Einkaufswagen lege und zum Biowaschmittel greife. Ist das nicht vor allem teuer und nutzt am Ende nur der Öko-Industrie? Klar, mein Auftrag als Christ heißt: Die Schöpfung bebauen und bewahren. Aber meine Möglichkeiten scheinen so begrenzt.
Manchmal mag ich nicht mehr. Als ich das letzte mal kurz davor war, doch lieber meinen Geldbeutel zu schonen, belehrten mich die Überschwemmungen durch Unwetter eines besseren. Und ob die Ökosyteme dieser Erde schützenswert sind! Sie sind so zerbrechlich.
Nebenbei haben die Wassermassen mir gezeigt: Viele kleine Tropfen ergeben zusammen einen kraftvollen Strom. Das gilt auch beim Einkaufen. Schöpfung bewahren? Auf jeden Fall.

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Lebenswert

Andacht von Claudia Müller

„Black lives matter“ ist das Motto einer Protestbewegung in den USA. „Schwarze Leben sind etwas wert.“ Soll heißen: Auch wer keine weiße Hautfarbe hat, hat ein Recht zu Leben. Darf nicht Freiwild sein. Schon gar nicht für Polizisten, wie in den USA erst kürzlich wieder geschehen. Schwarze Leben sind etwas wert. Die Proteste sind gerechtfertigt. Aus Rache fünf weiße Polizisten zu erschießen, wie vor anderthalb Wochen in Texas, ist es nicht. Aus christlicher Perspektive ist der Satz: „Schwarze Leben sind etwas wert.“ übrigens nur die halbe Wahrheit. Christen glauben: Gott hat jedem Menschen seine Gestalt und sein Wesen gegeben. Er hat jeden ins Leben geliebt. Deshalb ist jedes Leben etwas wert. Gottes Menschenliebe gilt dem Farbigen in den Staaten und dem Flüchtling in Deutschland. Und, auch wenn das manchmal kaum zu ertragen ist, auch dem Weißen, der gegen sie pöbelt. Das heißt allerdings nicht, dass Gott die Pöbelei gut heißt.

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